Chéris, chéris,
das wird schon alles! Ja, einfach weiterlaufen, bloß nicht stehen bleiben oder gar rückwärts laufen. Erstmal "einfach schwimmen".
Im Ernst, ich habe nun lauter Pläne in meinem Köpfchen, so viele Dinge die ich tun kann und will. Ich muss mich nur entscheiden und es dann durchziehen. So einfach ist das. Jawollja!
Ja, Rachelie denkt wieder positiv und sieht die Welt wieder in orange-gelb statt grau.
Wie das auf einmal? Hm, ich bin vorgestern abend ins Bett und hab mir gesagt: So geht's nicht weiter, Kleine! Morgen muss sich was ändern! Und das hat es auch. Als ich aufwachte blinzelte ich verschlafen zarten Sonnenstrahlen entgegen und die Welt sah in der Tat schon ganz anders aus als die Tage zuvor.
Am Nachmittag hab ich dann Philippe getroffen. Ja, den Franzosen Philippe. Philippe aus Cherbourg. Den ich zuletzt vor fünf Jahren gesehen habe. Er ist gerade in Berlin über eine Aktion des Deutsch-Französischen Jugendwerks. Und es hat mir wahnsinnig gut getan, ihn zu treffen. Einfach wieder ein wenig in vergangene Zeiten zu tauchen und gleichzeitig zu sehen, dass man sich nicht im Damals verstecken muss, sondern dass man sich auch im Hier & Jetzt, sehr gut versteht. Morgen darf ich mit auf eine Feier von seiner Aktionsgruppe. Das wird bestimmt lustig. Ich hab die Gruppe gestern schon kennengelernt. Deutsche und Franzosen bunt gemischt, die sich in einem Mischmasch aus Deutsch-Französisch und z.T. auch Englisch unterhalten. Hat total Spaß gemacht.
Was doch ein bisschen Sonne und die Begegnung mit besonderen Menschen bewirken können.
Ansonsten habe ich mir noch ein paar Aufgaben für die FU-Zeitung und für die Fachschaft Judaistik aufgehalst und ich merke: Je mehr ich zu tun hab, desto mehr scheine ich seltsamerweise auch zu schaffen. Komisch is das! Wenn ich nur eine Sache zu erledigen habe, schiebe ich das ewig vor mir her. Aber jetzt geht's -zack-zack- Telefonate, Emails, Aufräumen, Saubermachen, Pipapo.
Ach ja, und mein Yoga-Kurs hat heute begonnen. Geht von der Krankenkasse aus und hat mir mein Arzt empfohlen. Zum Muskelaufbau. War ganz ok, bissel anstrengend auch und ganz am Schluss hammwa ne Entspannungsübung gemacht. Alle liegen auf dem Rücken, Augen schließen, die Yoga-Lehrerin erzählt mit monotoner Stimme was von wegen "Spürt euren Körper, von den Fußspitzen bis zum Scheitel, spürt den Untergrund, blabla", und ich bin dabei echt fast eingeschlafen :). Blöd is nur, dass ich fast ne Stunde dorthin brauche, das ganze findet in Spandau statt. Die Kurse in Kreuzberg waren ganz schnell ausgebucht. Berlin ist einfach zu groß.
Und dann klingelt's heut abend an meiner Tür und wer steht davor: Der Nicolai, der mir einen Überraschungsbesuch abstatten möchte und mich auch auf seine liebenswert-strange Art aufmuntert :). Das Leben hat doch immer wieder Überraschungen parat...
Na jut.
Mes amis,
des kriechma scho hi'.
oder so ähnlich...
(ähm, zwar beinflusst von gewissen Bloggerinnen, sollte ich das Dichten wohl doch lieber anderen überlassen... aber immerhin reimt sich's - und was sich reimt, is' schließlich jut! außerdem isses scho spät... da unten steht zwar was von gepostet: 15 uhr nochwas, aber das is auf jeden fall nich meine zeit, denn hier in berlin isses grad 00:59.)
P.S. Gerade lässt Radio RBB unter "Die wichtigsten Nachrichten des Tages" verlauten:
"Johnny Depp wird noch ein weiteres mal in ein Piratenkostüm schlüpfen. Er möchte einen vierten Fluch der Karibik Teil drehen".
Na mit diesem Gedanken lässt sich's doch gut einschlafen!
Bonne nuit!
Freitag, 26. September 2008
Dienstag, 16. September 2008
...gestern noch philosophiere ich über das Leben und die Welt, und am gleichen Tag verlässt ein geliebter Mensch ebendiese Welt. Meine Tante ist gestern gestorben. Sie lag seit einem halben Jahr nach einem Schlaganfall im Wachkoma. Vielleicht ist es so das beste für sie. Ich weiß es nicht. Wer bin ich, das beurteilen zu können. Ich weiß nur, dass die Ärzte von Anfang an sagten, die Chancen sind sehr gering, dass sie wieder aus dem Koma erwacht. Aber meine Oma hat sich an diese sehr geringen Chancen geklammert, bis zuletzt gehofft. Wir anderen, wir können es irgendwie akzeptieren, so hart es ist, einen geliebten Menschen gehen zu lassen, aber meine Oma trifft es sehr hart. Drei Kinder in sechs Jahren zu verlieren, wie grausam kann das Leben manchmal sein. Ich mache mir große Sorgen um meine Oma. Ich kann nicht schlafen, und wenn, dann quälen mich Alpträume.
Montag, 15. September 2008
Herbst-Blues
Ich hab's tatsächlich getan. Hab den Beach-Soccer-Kurs besucht. Obwohl ich schon gaaaanz lange nich mehr Fußball gespielt oder sonstige jegliche Sportart betrieben habe (--> Kondition gleich Null), und Rumhüpfn auf'm Sand ja noch anstrengender is und obwohl es ein gemischter Kurs ist und ich weiß, wie eklig Fußball-Männer zu Fußball-Frauen sein können, besonders, wenn letztere Fehler machen. Und nachdem ich Mitbewohner Ed nicht überreden konnte, mitzukommen, hab ich all meinen Mut zusammengenommen und mich alleine aufgemacht. (Es mag vielleicht übertrieben klingen, aber ich musste mich echt überwinden...)
Und es hat sich gelohnt. Davon abgesehen, dass außer mir und dem Trainer nur noch ein Mädel da war und wir somit nur zu dritt und ich keine Angst haben musste, hat's echt Spaß gemacht.
- Aber sau-anstrengend war's allemal, das sag ich euch. Der Sand erschwert's einem echt ganz schön. Schon allein das Laufen is ja schon mit mehr Anstrengung verbunden, da man krass einsinkt. Und dann ist da noch die Schwierigkeit, den Ball nicht einfach so schießen zu können, denn oben genannter Sand stoppt diesen. Da heißt es den Ball hoch spielen und annehmen. Wer schon mal das Vergnügen hatte, mit mir Fußball zu spielen, wird sich vielleicht erinnern können, wie außerordenlich gut ich das beherrsche. Naja, um das zu üben, haben wir extra Übungen gemacht und es lief... sagen wir, ganz ok.
Hinterher haben sich bloß- Dank Sand - meine Fußflächen völlig deformiert angefühlt, echt komisches Gefühl das! Außerdem kann's echt weh tun, wenn der Ball volle Suppe auf die nackten Zehen knallt. Aber ich lebe noch und alle Zehchen sind noch dran, und naja, nächste Woche werd ich jedenfalls wieder dabei sein!
Aber heute, ja heute hat mich mal wieder der Herbst-Blues gepackt. Ich sitz aufm Balkon, ausgerüstet mit Jacke, Schal und Rohes-Ei-Milkshake (nicht meine Idee... wurde mir vom Arzt verschrieben...leckerlecker...), und denke über das Leben nach. Zukunft. Vergangenheit. Morgen. Gestern. Studium. Menschen. Orte. Musik. Und so'n Kram halt.
Hm, liegt wohl am Wetter. Oder am Geschmack meines Shakes...
Wie dem auch sei, mir wird's zu kalt...
Und es hat sich gelohnt. Davon abgesehen, dass außer mir und dem Trainer nur noch ein Mädel da war und wir somit nur zu dritt und ich keine Angst haben musste, hat's echt Spaß gemacht.
- Aber sau-anstrengend war's allemal, das sag ich euch. Der Sand erschwert's einem echt ganz schön. Schon allein das Laufen is ja schon mit mehr Anstrengung verbunden, da man krass einsinkt. Und dann ist da noch die Schwierigkeit, den Ball nicht einfach so schießen zu können, denn oben genannter Sand stoppt diesen. Da heißt es den Ball hoch spielen und annehmen. Wer schon mal das Vergnügen hatte, mit mir Fußball zu spielen, wird sich vielleicht erinnern können, wie außerordenlich gut ich das beherrsche. Naja, um das zu üben, haben wir extra Übungen gemacht und es lief... sagen wir, ganz ok.
Hinterher haben sich bloß- Dank Sand - meine Fußflächen völlig deformiert angefühlt, echt komisches Gefühl das! Außerdem kann's echt weh tun, wenn der Ball volle Suppe auf die nackten Zehen knallt. Aber ich lebe noch und alle Zehchen sind noch dran, und naja, nächste Woche werd ich jedenfalls wieder dabei sein!
Aber heute, ja heute hat mich mal wieder der Herbst-Blues gepackt. Ich sitz aufm Balkon, ausgerüstet mit Jacke, Schal und Rohes-Ei-Milkshake (nicht meine Idee... wurde mir vom Arzt verschrieben...leckerlecker...), und denke über das Leben nach. Zukunft. Vergangenheit. Morgen. Gestern. Studium. Menschen. Orte. Musik. Und so'n Kram halt.
Hm, liegt wohl am Wetter. Oder am Geschmack meines Shakes...
Wie dem auch sei, mir wird's zu kalt...
Sonntag, 14. September 2008
What's the question? / This is the life
So viele liebe Menschen nun im Ausland, und, so sehr ich mich für euch doch freue und euch wunderbare Erlebnisse und Erfahrungen wünsche, ihr fehlt mir schon... Auch wenn man sich auch sonst während des Semesters nicht so oft sieht, es macht sich bei mir schon emotional bemerkbar, dass man nicht einfach mal schnell anrufen kann, zum Teil ja nicht mal mit dem anderen mailen kann.
Jaja... die Zeit vergeht. Die Semesterferien sind in einem Monat rum. Und, was hab ich in all der Zeit geschafft und wie viele von den wirklich vielen Dingen, die ich mir vorgenommen habe, verwirklicht? That's the question. Aber vielleicht auch nicht... Vielleicht sollte ich mich lieber fragen, was ich in dem noch übrig gebliebenen Monat alles tun kann.
Trotzdem ist irgendwie viel passiert. Manchmal war's fast zu viel, wenn ich so drüber nachdenke. Und jetzt, jetzt passiert gar nix.
Aber mal langsam: Ich hatte Besuch von meinem Cousin aus Israel mit seinem Freund. Und das war der Hammer, das war echt schön, obwohl ich mich im Vorfeld eigentlich gar nicht darauf gefreut hatte. Denn wir haben uns ein wenig auseinandergelebt. Wenn ich die letzten Male in IL war, hatten wir kaum Kontakt. Aber nun hier in Berlin, das hat echt Spaß gemacht und uns wieder zusammengerückt. Wir waren tanzen, sightseeing, haben gekocht, israelische Filme gesehen, gelacht und und und.
Seit kurzem haben wir einen neuen Mitbewohner für 2 Semester in der WG. Erasmus-Edward aus England :). Er ist wirklich super und total besessen darauf sein Deutsch zu verbessern, und wir rücken durch ihn als WG auch ein Stück näher und unternehmen mehr zusammen.
Ansonsten gibt es da noch die in den Windeln steckende FU-Zeitung. Hierfür hab ich auch einiges zu tun. Zum Beispiel, über die sog. "Mao-Bibel" Recherchen anstellen.
Aber irgendwie kann ich mich zur Zeit zu kaum etwas motivieren. Warum wird es denn schon Herbst und kalt und windig? Hab das Gefühl, ich hab den Sommer verpasst. Gesundheitlich geht's mir auch nicht blendend... Wäre jetzt auch gerne woanders. Obwohl ich eigentlich nicht schon wieder irgendwo neu sein will. Ich bin doch hier noch nicht einmal richtig angekommen.
Es ist Sonntag, der Himmel ist bewölkt, und ich überlege ob ich heute abend den Beach-Soccer-Kurs zum ersten Mal besuchen soll, doch ich trau mich nich...
und...
...ich denk an euch, bis in alle Winkel der Welt!
Auf bald, Rachelie
Notiz: Muss wieder mehr Musik machen!
z.B. soeben gehörtes This Is The Life - Amy Macdonald
"And you're singing the songs
Thinking this is the life
And you wake up in the morning and your head feels twice the size
Where you gonna go? Where you gonna go?
Where you gonna sleep tonight?"
Jaja... die Zeit vergeht. Die Semesterferien sind in einem Monat rum. Und, was hab ich in all der Zeit geschafft und wie viele von den wirklich vielen Dingen, die ich mir vorgenommen habe, verwirklicht? That's the question. Aber vielleicht auch nicht... Vielleicht sollte ich mich lieber fragen, was ich in dem noch übrig gebliebenen Monat alles tun kann.
Trotzdem ist irgendwie viel passiert. Manchmal war's fast zu viel, wenn ich so drüber nachdenke. Und jetzt, jetzt passiert gar nix.
Aber mal langsam: Ich hatte Besuch von meinem Cousin aus Israel mit seinem Freund. Und das war der Hammer, das war echt schön, obwohl ich mich im Vorfeld eigentlich gar nicht darauf gefreut hatte. Denn wir haben uns ein wenig auseinandergelebt. Wenn ich die letzten Male in IL war, hatten wir kaum Kontakt. Aber nun hier in Berlin, das hat echt Spaß gemacht und uns wieder zusammengerückt. Wir waren tanzen, sightseeing, haben gekocht, israelische Filme gesehen, gelacht und und und.
Seit kurzem haben wir einen neuen Mitbewohner für 2 Semester in der WG. Erasmus-Edward aus England :). Er ist wirklich super und total besessen darauf sein Deutsch zu verbessern, und wir rücken durch ihn als WG auch ein Stück näher und unternehmen mehr zusammen.
Ansonsten gibt es da noch die in den Windeln steckende FU-Zeitung. Hierfür hab ich auch einiges zu tun. Zum Beispiel, über die sog. "Mao-Bibel" Recherchen anstellen.
Aber irgendwie kann ich mich zur Zeit zu kaum etwas motivieren. Warum wird es denn schon Herbst und kalt und windig? Hab das Gefühl, ich hab den Sommer verpasst. Gesundheitlich geht's mir auch nicht blendend... Wäre jetzt auch gerne woanders. Obwohl ich eigentlich nicht schon wieder irgendwo neu sein will. Ich bin doch hier noch nicht einmal richtig angekommen.
Es ist Sonntag, der Himmel ist bewölkt, und ich überlege ob ich heute abend den Beach-Soccer-Kurs zum ersten Mal besuchen soll, doch ich trau mich nich...
und...
...ich denk an euch, bis in alle Winkel der Welt!
Auf bald, Rachelie
Notiz: Muss wieder mehr Musik machen!
z.B. soeben gehörtes This Is The Life - Amy Macdonald
"And you're singing the songs
Thinking this is the life
And you wake up in the morning and your head feels twice the size
Where you gonna go? Where you gonna go?
Where you gonna sleep tonight?"
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